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Ich kam mit meinem C1 vom Einkaufen und hatte es nur noch 800 Meter bis nach
Hause, fuhr auf der Vorfahrtsstrasse geradeaus. Rechts vor mir mündete eine Strasse ein, in die der wartende Gegenverkehr einfahren wollte. Darunter auch meine Unfallgegnerin, die mich einfach nicht wahrgenommen hatte. Sie bog also gerade in dem Moment wo ich mich näherte links in die Strasse ein. Ich konnte gerade noch eine Vollbremsung einleiten, die allerdings nur etwas meine Geschwindigkeit verringerte. Ich ahnte was mir bevorstand, und dachte noch "was auch passiert, behalte Arme und Beine im Fahrzeug", denn Crash und der darauf folgende Sturz waren unvermeidlich. Knackiger, dumpfer Aufprall, Lenker schlug links rum ein, C1 wippte hinten hoch, dabei wurde ich in die Gurte gepresst, dann fiel ich mit meinem Roller auf die linke Seite. Ein paar Sekunden war ich etwas benommen, habe aber alles mit bekommen. Bis dahin hatte ich noch keinen Kontakt mit der Fahrbahn. Meine Unfallgegnerin sah ich auf mich zu laufen, die anderen Verkehrsteilnehmer reagierten auch sofort und versuchten die Situation richtig einzuschätzen. Eine Zeugin forderte, wie sie mir Minuten später erzählte den Krankenwagen an. Die anderen versuchten mich aus dem Fahrzeug zu befreien, ich bat sie die Gurte für mich zu lösen. Dies tat ich dann selbst weil sie wohl nicht wussten wie. Eine ungewohnte Position, seitlich liegend im C1. Ich musste mich erst einmal gedanklich sortieren, weiß nicht mehr genau ob ich den Gurtlösegriff betätigt habe. Auf jeden Fall ließen sich die Gurte auf Druck der Gurtschlösser lösen, beim linken musste ich mich aufstützen um ran zu kommen. Dann wählte ich mich raus, wobei mir dann die Passanten heraus halfen, und danach das Fahrzeug aufstellten. Einen Moment später wie ich die Situation überblickte und wusste das ich kaum Verletzungen hatte die zu erkennen waren, schaltete ich die Zündung ein machte die Warnblinkanlage an. Jetzt kamen auch schon Krankenwagen und gleich danach die Polizei. Nach dem Aufnehmen der Personalien setzte die Polizei gelbe Markierungen um die Fahrzeuge. Nun konnte ich meinen C1 von der Strasse auf den Bürgersteig schieben und abstellen. Im Krankenhaus wurde meine kleine Schürfwunde an der linken Hand desinfiziert und meine Nackenwirbel geröntgt. Festgestellt wurde ein leichtes Schleudertrauma, eine Nackenstütze war dafür nicht erforderlich. Jetzt zwei Tage danach fühle ich mich, als hätte ich einen riesen Muskelkater, auch der Brustkorb schmerzt etwas von den Gurten.
Mit herzlichen Grüßen Torsten
Mein Unfall vor zwei Jahren ging da ganz anders ab: Auch eine ähnliche Situation,
man hatte mir die Vorfahrt genommen. Mit meiner damaligen MBK 125 Flame musste ich, nach einer Vollbremsung, seitlich in Pferdeanhänger rutschen. Die Folgen: Patella -Trümmerbruch am linken Bein, Schürfwunde am rechten Bein, Prellungen am gesamten Oberkörper und an den Daumengelenken. Danach: OP, verdrahten der Kniescheibe, Gips mit Krankenhausaufenthalt, dann mit Gips nach Hause und täglich blutverdünnende Mittel spritzen gegen Thrombose. Wie der Gips runter war, Krankengymnastik, Krankengymnastik..........................und eines Tages bei einer Behandlung bekam ich eine Lungenembolie. Nur, dank des schnellen Reagierens meiner Therapeutin Steffi und der fantastischen Arbeit der Ärzte im KKH- Husum, konnte mir das Leben gerettet werden. Eine Nacht ging es um Leben und Tot. Danach ging es steil bergauf mit meiner Genesung, das Bein ließ sich nach intensiven Übungen wieder einigermaßen bewegen und...................den C1 hatte ich mir schon im Krankenbett bestellt. Es war für mich die einzige Möglichkeit weiter Zweirad zu fahren, etwas anderes kam gar nicht in Frage. Alleine schon wegen meiner Familie.
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