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MoDiTec Fehlerspeicher auslesen
Mangels entsprechenden Prüfgeräts kann diese Arbeit nur durch BMW ausgeführt werden. Inwieweit dies Notwendig ist
muss jeder für sich entscheiden.
Motoröl wechseln
Alle 10.000 km. Bei Kurzstreckenbetrieb, insbesondere in der kalten Jahreszeit alle 3.000 km. Bei
Kurzstreckenbetrieb kann es zu Ölverdünnung kommen. Hierdurch ist die Schmierfähig des Öles herabgesetzt.
Der Motor sollte betriebswarm sein, damit das Öl entsprechend dünnflüssig ist und alles ablaufen kann.
Motor also Warmfahren. Vor dem Öl ablassen etwa 10 Minuten warten, damit das Öl sich vollständig in der Ölwanne sammeln kann. Vorsicht, wenn das Öl sehr warm ist, besteht Verbrühungsgefahr. Auch auf den heißen
Auspuff achten.
Nun die Ablassschraube öffnen und das Öl ablassen. In der
Schraube ist ein Magnet integriert, der eventuell anfallenden Abrieb sammelt. Diesen sauber abwischen und ggfls. mit Druckluft ausblasen. Nachdem alles Öl abgelassen wurde, die Schraube mit einem neuen Dichtring versehen, die Dichtfläche am Motorgehäuse sauber wischen und die Schraube wieder eindrehen und festziehen.
Anzugsmomente: Ölablass-Magnetschraube 32 Nm
Material: 1x 07 11 9 963 252 Dichtring
Ölfilter wechseln
Nachdem das Motoröl abgelassen und die Verschlussschraube wieder montiert ist, kann der Ölfilter gewechselt
werden. Hierzu wird ein Spezialschlüssel benötigt, den man auf den Ölfilter stecken kann um ihn zu lösen. Den Ölfilter mit dem Spezialschlüssel lösen und dann mit der Hand herausdrehen. Achtung, es befindet sich im
Filterraum und Filter noch eine Restmenge Öl, die herausläuft. Unbedingt eine Ölauffangwanne unterstellen.
Den Neuen Ölfilter bis zu 2/3 mit frischen Öl füllen und die Gummidichtung etwas einölen. Dies ist wichtig, damit
sich nach dem Motorstart der Öldruck sofort aufbauen kann und nicht erst der Filter von der Ölpumpe gefüllt werden muß. Das einölen der Dichtung erleichtert den späteren Ausbau und verhindert, dass die Dichtung beim
Festziehen beschädigt wird.
Den Ölfilter in den Spezialschlüssel setzen und mit der Hand festziehen anschließend mit dem Schlüssel anziehen.
Hierbei ist unbedingt das genaue Drehmoment zu beachten, damit der Filter später auch wieder gelöst werden kann. Festeres anziehen bringt nichts. der Filtersitz ist auch so dicht.
Anzugsmomente: Ölfilter 11 Nm
Material: 1x 11 42 1 460 845 Ölfilter
Spezial Werkzeug: Ölfilterschlüssel BMW 11 4 650 oder Gleichwertig
Öl einfüllen
Marken-HD-Öl der API-Klassifikation SF, SG oder SH; Erweiterungen mit CD oder CE sind zulässig. Die ersten 10.000
km sollte kein Synthetisches Öl eingefüllt werden, damit der Motor gut einlaufen kann.
Die Einfüllöffnung befindet sich am linken Zylinder. Ölfüllmengen: mit Ölfilterwechsel 3,75 l
ohne Ölfilterwechsel 3,50 l Ölmenge zwischen Min/Max Markierung 0,5 l
Motor niemals überfüllen. Ansonsten kann es zum “panschen” der Kurbelwelle und zu schäumendem Öl kommen. Dann
besteht die Gefahr, dass der Öldruck vermindert ist und ein erhöhter Verschleiß nicht auszuschließen ist. Bei zu viel Öl im Motorgehäuse Öl wieder ablassen und neu befüllen.
Getriebeöl wechseln
Das Getriebeöl soll alle 20.000 km, spätestens jedoch alle 2 Jahre gewechselt werden. Was immer zuerst eintrifft.
Auch das Getriebeöl muß bei betriebswarmen Öl erfolgen, damit alles Öl abfließen kann. Anders als bei anderen
Motorrädern, ist das Getriebe vom Ölkreislauf des Motors getrennt und es muß Marken-Hypoid-Getriebeöl der SAE 90 API Klasse GL5 eingefüllt werden. Bestens bewährt hat sich auch Synthetisches Öl. Dadurch lässt sich
dass Getriebe sehr viel weicher schalten und auch die Geräusche sind vermindert.
Der Ölwechsel selbst ist etwas aufwendig, da die Auspuffschelle direkt unter der Ölablassschraube sitzt. Die
Schelle lösen und verdrehen, damit die Ablassschraube frei erreichbar ist. Mit einem 14mm Inbußschlüssel die Ölschraube lösen und herausdrehen.
Das funktioniert aber tatsächlich nur mit bei den normalen Auspuffschellen. Hat man z.B. die Auspuffblenden
montiert, wirken diese wie eine Ablaufrinne und das Getriebeöl läuft lustig neben die Wanne auf den Fußboden. Eine echte Sauerei, wenn man da nicht aufpasst. Abhilfe schafft hier ein kleines Blech unter der
Ablassschraube, damit das Öl kontrolliert abfließt. Man kann natürlich auch die Blende vollständig (mit Auspuff) ausbauen.
Auch die Getriebeölschraube hat einen Magneten, der gereinigt werden sollte. Danach Ablassschraube wieder
einsetzen und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.
Das Einfüllen geschieht über die seitliche Einfüllschraube. Getriebe bis zur Unterkante der Einfüllöffnung
befüllen. Danach auf dem Seitenständer die restlichen 0,2 l nachfüllen. Achtung, Getriebe nicht überfüllen. Ansonsten kommt es während der Fahrt zu Ölaustritt aus der Entlüftungsbohrung (Echter Saukram auf den
Klamotten). Einfüllschraube festziehen, Auspuffschelle festziehen.
Anzugsmomente: Ölablassschraube 55 Nm Öleinfüllschraube 23 Nm
Auspuffschelle 55 Nm
Füllmenge: 1 l Ölsorten: SAE 90 Hypoid GL5 oder CASTROL MTX Getriebeöl, 75W-140 Vollsynthetisch
Öl im Hinterachsantrieb wechseln
Das Öl im Hinterachsantrieb sollte Zeitgleich mit dem Getriebeölwechsel erfolgen. Es wird das gleiche Öl
verwendet. Da das Hinterachsgetriebe keine Entlüftungsbohrung hat, kann sich im Ölraum ein leichter Überdruck bilden. Um zu vermeiden, dass Öl herumspritzt, sollte zuerst die Ablassschraube geöffnet werden.
Das Öl ablassen, den Magneten reinigen und die Ablassschraube wieder festziehen. Das Hinterachsgetriebe wird bis
zur Unterkante der Einfüllöffnung befüllt. Danach die Einfüllschraube festziehen. Wie immer ist sind die Anzugsdrehmomente zu beachten um ein späteres Lösen der Schrauben problemlos zu ermöglichen.
Bei dieser Gelegenheit den Induktivgeber für den Tachoantrieb ausbauen und reinigen.
Anzugsmomente: Ölablassschraube 23 Nm Öleinfüllschraube 23 Nm
Füllmenge: 0,2 l Ölsorten: SAE 90 Hypoid GL5 oder CASTROL MTX Getriebeöl, 75W-140 Vollsynthetisch
Kraftstofffilter erneuern
Der Kraftstofffilter soll im Regelfall alle 40.000 km gewechselt werden. Er befindet sich innerhalb des Tanks und
ist als eine Einheit mit der Kraftstoffpumpe verbunden. Zum wechseln muss der Tank demontiert und der untere Flansch geöffnet werden. Wer sich das nicht zutraut, sollte diese Arbeiten beim Freundlichen BMW Händler
durchführen lassen.
Zuerst die seitlichen Verkleidungen, und den Sitz demontieren. Die Kraftstoffschläuche vom Tank abziehen und den
Kraftstoff in einem geeigneten sauberen Behälter auffangen. Der Tank sollte vollständig geleert sein. Steckverbindung für Kraftstoffpumpe abziehen und den Tank abbauen.
Alle Schrauben der Kraftstoffpumpeneinheit lösen und Sitz des Flansches kennzeichnen um Ihn später lagerichtig
wieder einbauen zu können. Die Pumpeneinheit vorsichtig herausnehmen. Dabei muss gas ganze ein wenig gedreht und über Eck bewegt werden. Da die durch den Tank gehenden Entlüftungsschläuche nicht herausgezogen werden
sollten, die Einheit nur so weit heraus ziehen, bis man an den Filter kommt. Beide Klemmschellen öffnen und die Schläuche vom Filter abziehen. Unbedingt auf die Fließrichtung des Filters achten (!). Jetzt den O-Ring
für die Abdichtung der Pumpeneinheit abnehmen und über den Flansch und die Schläuche nach außen abnehmen. Neuen O-Ring in umgekehrter Reihenfolge über die Pumpeneinheit schieben und in die Dichtkante am Tank
einlegen. Neue Klemmschellen auf die Schläuche setzen. Danach die Pumpenschläuche wieder auf den neuen Filter schieben und mit den neuen Klemmschellen befestigen. Nochmals die Fließrichtung des Filters
kontrollieren(!).
Die Pumpeneinheit nun vorsichtig wieder über Eck in den Tank einführen. Achtung, es dürfen keine Teile beschädigt
werden. Bevor die Einheit nun wieder mit dem Tank verschraubt wird, nochmals den ordentlichen Sitz der des O-Rings und die Einbaulage der Pumpeneinheit kontrollieren. Alle Muttern wieder aufsetzen und mit dem
vorgeschriebenen Drehmoment anziehen. Auch hier gilt, zu fest ist nicht immer gut. Es könnte sich der Flansch verziehen, was letztendlich zu Undichtigkeiten führen kann. Noch schlimmer wäre es, wenn ein Stehbolzen
abreißt, dann ist eine umfangreiche Reparatur des Tanks notwendig.
Nach dem Wiedereinbau alles auf Dichtheit prüfen.
Anzugsmomente: Muttern der Kraftstoffpumpeneinheit 5 Nm
Kraftstoffbehälter am Rahmen 10 Nm
Material: 1x 16 14 2 325 859 Kraftstofffilter 2x 16 12 1 176 918 Schlauchschelle
1x 16 14 1 341 008 O-Ring
Batteriesäurestand prüfen
Die Batterie befindet sich unter dem Tank und ist nur bei abgebauten Tank zugänglich. Die Halterung ausklipsen,
die Verschlussstopfen öffnen und den Säurestand kontrollieren. Alle Zellen sollen etwa 1 cm mit Flüssigkeit bedeckt sein. Ggfls. Den Säurestand mit destilliertem Wasser ausgleichen. Verschlüsse wieder verschließen.
In diesem Zusammenhang auch die Batteriepole prüfen und wenn notwendig säubern und neu einfetten. Die Abdeckung wieder einklipsen.
Luftfilter ersetzen
Wechselintervall alle 20.000km, bei starkem Staubanfall ggfls. schon vorher. Nach meiner Erfahrung, kann der
Filter durchaus alle 10.000 km gewechselt werden.
Der Luftfilter befindet sich im Luftfiltergehäuse hinter der Batterie und ist nur bei ausgebautem Kraftstofftank
zugänglich. Der Deckel des Filtergehäuses ist mit 4 Kreuzschlitzschrauben am Filterkasten befestigt. Die vier Schrauben herausdrehen und den Deckel vorsichtig nach oben abnehmen und seitlich ablegen. Achtung, nicht
das Kabel oder den Sensor beschädigen bzw. den Deckel am Kabel herunterhängen lassen. Den alten Filter herausnehmen, das Gehäuse innen reinigen und ggfls. mit einem Staubsauger aussaugen. Neuen Filter einsetzen.
Darauf achten, dass der Filter einwandfrei auf dem inneren Ansatz anliegt. Deckel wieder aufsetzen und Verschrauben.
Es wird empfohlen nur den Original BMW-Luftfilter zu verwenden. Hierdurch ist die Passgenauigkeit gewährleistet.
Auf der anderen Seite haben Tests und Erfahrungsberichte ergeben, dass es mit “Fremdluftfiltern” zu schlechteren Laufeigenschaften des Motors kommen kann, da dieser sehr empfindlich auf Veränderungen des
Ansaugwiderstandes reagiert.
Material: 1x 13 72 1 342 355 Luftfilter
Bremsscheiben und Beläge prüfen
Die Bremsscheiben und Beläge unterliegen einem Verschleiß. Dieser ist sehr stark abhängig von der Fahrweise und
dem Bremsverhalten des jeweiligen Fahrers. Deshalb gibt es hier auch keine festen Wechselintervalle. Ein Austausch erfolgt jeweils zustandsbedingt. Deshalb sollten gerade die Bauteile regelmäßig überwacht werden.
Der Abnutzungsgrad der Bremsklötze kann vorne anhand von zwei Nuten abgelesen werden. Sind die Nuten nicht mehr
zu sehen, müssen die Klötze ersetzt werden. Hinten befindet sich am inneren Bremsklotz eine Bohrung. Ist der Bremsbelag abgenutzt, kommt die Bohrung zum Vorschein und man kann dies wenn man durch das Rad schaut von
der linken Seite aus sehen.
Bei den Bremsscheiben muss die Dicke mit Hilfe einer Mikrometerschraube ermittelt werden.
Verschleißmaße: Vorn 4,5 mm Hinten 4,6 mm
Brems- / Kupplungsflüssigkeitsstand prüfen
Die Bremsflüssigkeit befindet sich im gesamten hydraulischen Teil des Brems- und Kupplungssystems. Da bei
Bremsbelagverschleiß die Kolben in den Bremssätteln weiter nach innen kommen, wird zusätzlich Bremsflüssigkeit gebraucht um die Menge im System auszugleichen. Dafür sind jeweils die beiden Behälter auf der
Bremsarmaturen am Lenker und dem Behälter für die Hinterradbremse vorgesehen.
An den Behältern der Lenkarmatur befindet sich jeweils ein Schauglas an welchem der Flüssigkeitsstand zu
erkennen ist. Die Füllmenge reicht in jedem Falle für den Bremsbelagverschleiß aus. Sollte der Stand unter Minimum abgesunken sein, ist eine Prüfung der Ursache notwendig. Er wird aber niemals unter die Min-Grenze
fallen, wenn die Bremsanlage in Ordnung ist. Deshalb sollte man auch keine Bremsflüssigkeit nachfüllen, da es sonst beim Belagwechsel zum Überlaufen des Behälters kommt.
Bei der Kupplungsflüssigkeit verhält es sich genau anders herum. Hier steigt der Flüssigkeitsstand mit dem
Verschleiß der Kupplungsbeläge.
Hinterradbremse Flüssigkeitsstand prüfen: Rechten seitlichen verchromten Ansaugdeckel abnehmen und den
Flüssigkeitsstand im Behälter überprüfen.
Vorderradbremse / Kupplung: Hierzu muss der Lenker in die richtige Position gebracht werden um den
Flüssigkeitstand korrekt prüfen zu können. Je nach Lenker muss der Cruiser entweder auf dem Seitenständer oder aber auf dem Hilfsständer gerade abgestellt sein. Lenker nach vollständig nach links einschlagen. Der
Bremsarmatur-Behälter muss nun waagerecht stehen. Füllstand überprüfen. Zum Prüfen des Kupplungsflüssigkeitstandes Lenker ganz nach rechts einschlagen und wie vor verfahren.
Achtung: Nur Bremsflüssigkeit der Spezifikation DOT 4 verwenden. Andere Spezifikationen wie z.B.
DOT 5 führen zur Zerstörung der Gummimanschetten im Bremssystem (!)
Zündkerzen erneuern
Die Kerzen sollten alle 20.000 km gewechselt werden.
Zum wechseln und überprüfen der Zündkerzen müssen diese aus gebaut werden. Hierzu benötigt man einen speziellen
Kerzenschlüssel, da die Handelsüblichen leider nicht durch das Kerzenloch passen. Hierfür lässt man sich einfach eine vorhandene Kerzenstecknuß entsprechend abdrehen. Man kann sich natürlich auch den Originalen von
BMW (Nr.12 3 510) leisten oder nimmt einfach den aus dem Bordwerkzeug.
Zuerst die Kunststoffabdeckung des Kerzensteckers entfernen. Danach mit dem Kerzenstecker-Abzieher aus dem
Bordwerkzeug den Kerzenstecker abziehen. Danach den Zündkerzenraum mit Druckluft ausblasen. Nun mit dem Kerzenschlüssel die Zündkerze herausdrehen. Das Kerzenloch säubern und darauf achten, dass kein Schmutz in den
Verbrennungsraum gelangt.
Auf den richtigen Wärmewert der Kerze achten. Die neue Zündkerze in den Kerzenschlüssel stecken und mit der
Hand(!) vorsichtig einschrauben. Die Kerze muss sich ganz leicht eindrehen lassen. Auf gar keinen Fall Gewalt anwenden, da sonst das Kerzengewinde beschädigt werden könnte. Nachdem die Kerze Handfest eingeschraubt
ist mit dem Drehmomentschlüssel festziehen. Kerzenstecker aufstecken und Kunststoffabdeckung für den Stecker aufklipsen.
Anzugsmomente: Zündkerze 20-25 Nm
Material: 2x 12 12 1 342 125 Zündkerze
Verschleißgrenze: Elektrodenabstand neu 0,8 mm
Verschleißgrenze 1,0 mm
Hinterrad Kippspiel prüfen
Bei Inspektion ist das Hinterrad-Kippspiel zu überprüfen. Hierzu den so Cruiser aufbocken, dass das Hinterrad
frei ist. Das Rad oben und unten anfassen und prüfen ob Spiel vorhanden ist. Kann Spiel festgestellt werden, müssen die Hinterradlager überprüft und ggfls. erneuert werden.
Schwingenlager prüfen
Hierzu den so Cruiser aufbocken, dass das Hinterrad frei ist. Das Hinterrad hinten anfassen und versuchen zu
bewegen. Dabei mit der anderen Hand sich am Rahmen abstützen. Ist Spiel vorhanden, muss das Schwingenlager eingestellt werden.
Lagerung Seitenständer schmieren
Hierzu den so Cruiser aufbocken, dass der Seitenständer frei beweglich ist. Das Gelenk des Ständers mit Sprühfett
einsprühen und den Ständer bewegen, damit das Fett alle beweglichen Teile erreicht.
Schalter Seitenständer prüfen
Der Schalter des Seitenständers hat die Aufgabe zu verhindern, dass versehentlich mit ausgeklappten Seitenständer
gefahren wird. Dies könnet unter Umständen zu Stürzen und Unfällen führen. Deshalb springt der Motor bei eingelegten Gang und ausgeklappten Ständer nicht an. Wird der Ständer bei laufendem Motor und eingelegten Gang
ausgeklappt, bleibt der Motor sofort stehen. Diese Funktion einfach überprüfen.
Ventilspiel einstellen
Das Ventilspiel hat einen wesentlichen Einfluss auf die Laufruhe und Leistungsentfaltung des Motors. Es muss
wirklich exakt eingestellt sein. Bei nicht richtig eingestellten Ventilen kann es auch zu Motorschäden kommen. Das Spiel ist notwendig, da sich die Motorbauteile bei Wärme ausdehnen und das Spiel hier für Ausgleich
sorgt.
Bei zu großem Ventilspiel klappern die Kipphebel und es kommt zu einem erhöhten Verschleiß der Nockenwelle und
des Ventiltriebs. Bei zu geringem Spiel können die Ventile nicht richtig schließen und die Ventile sowie die Sitzringe verbrennen. Ist das passiert, ist eine größere Überholung der Zylinderköpfe notwendig. Deshalb
sollte das Ventilspiel nur von erfahrenen Schraubern eingestellt werden. Ansonsten ab zum Freundlichen BMW-Service.
Ventilspiel nur bei kaltem Motor durchführen. Am besten über Nacht stehen lassen
Zuerst die Zylinderkopfhauben abnehmen, Achtung Wanne unterstellen, da sich Öl in den Hauben befindet welches
beim Abnehmen heraus läuft. Ventiltrieb mit Lappen abwischen und Zylinderkopfhauben säubern. In der Regel kann die Haubendichtung weiter verwendet werden.
Zündkerzen herausdrehen und den Deckel vom Poly-V-Riemen einschließlich Hupe abnehmen. Den Verschlussstopfen vom
Schauloch am Motorblock entfernen. Nun mit einem Ringschlüssel an der unteren Riemenscheibe den Motor in Drehrichtung so lange drehen, bis die OT-Markierung im Schauloch erscheint. Auf der einen Seite überschneiden
sich die Ventile und auf dem gegenüberliegendem Zylinder können jetzt die Ventile eingestellt werden. Hierzu eine entsprechende Fühlerlehre und entsprechende Schlüssel verwenden. Sind die Ventile eingestellt, dann
den Motor weiter drehen bis wieder die OT-Markierung erscheint. Jetzt kann der zweite Zylinder eingestellt werden.
Nachdem die Ventile eingestellt sind, den Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge vornehmen. Jetzt eine Probefahrt
durchführen und die Zylinder auf Dichtheit überprüfen.
Anzugsmomente: Zylinderkopfhaube 8 Nm
Kontermutter am Kipphebel 8 Nm
Ventilspiel kalt: Einlassventil 0,15 mm Auslassventil 0,30 mm
Gasseil einstellen
Das Einstellen des Gasseilzuges ist relativ einfach zu bewerkstelligen. Einfach die nachfolgenden Schritte
durchführen.
Gasdrehgriff, in verschiedenen Lenkereinschlag-winkeln ganz aufdrehen und anschließend loslassen.
Der Gasdrehgriff muss nach dem Loslassen selbsttätig in die Grundstellung zurückgehen. Schutzkappe zurückziehen.
Gasseilzugspiel bei kaltem Motor auf 1,5 mm voreinstellen. Motor auf Betriebstemperatur warm laufen lassen. Gasseilzugspiel auf 0,5 mm einstellen.
Einstellwerte: Voreinstellung Gasseilzugspiel
(kalter Motor) ............................... 1,5 mm Gasseilzugspiel (warmer Motor) ............ 0,5 mm.
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