Flugzeug & Fliegen

Nur Fliegen soll schöner sein........, ?

deshalb hatte ich mich entschlossen eine Pilotenlizenz den sogenannten Luftfahrerschein zu erwerben. Kurz entschlossen meldete ich mich bei einer Flugschule in Hamburg an um eben diese Lizenz zu erwerben. Aber der ganze Behördenkram mußte zuerst erledigt werden. Ärztliches Tauglichkeitszeugnis, Führungszeugnis, Punkte in Flensburg........

Aber dann ging es richtig los. Nach hartem Theorie pauken und schier endlos mit Lehrer geflogenen Platzrunden kam endlich der Tag,

Der erste Alleinflug

Der mit dem Pfeil bin ich

Nicht das ich etwa darauf vorbereitet war, Nein, nach dem abfliegen von Platzrunden mit zwei verschiedenen Fluglehrern, sagte der Chef völlig unvorbereitet “mit Dir fliege ich nicht mehr”, stieg aus

und gab mir zu verstehen, daß ich nun alleine zu fliegen habe. Das “erste Mal”, alles war anders, dann kam noch die Aufregung hinzu aber ein zurück gab es nicht und ich wollte jetzt auch alleine fliegen. Also nochmals einen vollständigen Cockpit-Check, an die Piste, an den Startpunkt und dann Gas.... Vollgas, alles was der Vogel hergab. Nach ungewohnt kurzer Startlaufstrecke (es fehlte ja das Gewicht des Lehrers) hob ich ab. Es war und ist unbeschreiblich. Nie wieder hatte ich ein solches Erlebnis. Eben das erste Mal.

Nun ging es zügig voran und es kamen Solo-Überlandflüge hinzu, die Theorie wurde immer komplizierter und bestand am Ende aus Luftrecht, Verhalten in besonderen Fällen, Technik, Navigation und Meteorologie. Natürlich mußte nebenbei auch noch die Prüfung für das englische Funksprechzeugnis abgelegt werden. Nun durfte ich tatsächlich eine Luftfunkstelle und Funknavigation betreiben.

Aber, da war ja noch die theoretische Prüfung in den Theoriefächern. Einhundert Fragen (100!) sollten richtig beantwortet werden, dazu noch einige Navigationsaufgaben. Wie immer alles in Deutschem Behördentext (-jargon) abgefaßt. Also, büffeln, büffeln....... Theorie ist eben eine schlichte Lernaufgabe. Prüfung bestanden hieß das Ergebnis. Wow, die erste Hürde war geschafft.

Weiter ging es mit praktischen Übungen wie Notlandungen, Streckenflüge, Schleppgaslandungen, Simulation von Flugbetriebsstörungen usw. Endlich meinte mein Fluglehrer, daß ich wohl “reif” wäre. Und dann der

Tag der Prüfung

Ich wußte bis zu diesem Zeitpunkt gar nicht, daß man aus dem Steuerhorn Flüssigkeit herausdrücken kann. Naja, es war der Schweiß. Mein Prüfer war sehr genau aber fair und forderte alle meine Fähigkeiten ab. Am Ende jedoch gab es die begehrte Lizenz.

Nachdem das Chartern von Flugzeugen zu einer Art Sport ausartete, - Wetter gut = keine Flugzeuge, Wetter schlecht = Flugzeuge aber kein Fliegen – habe ich mich entschlossen ein eigenes Flugzeug anzuschaffen..

Wir unternehmen herrliche Reisen, die Entfernungen sind zusammengeschrumpft und das Flugzeug hat sich inzwischen als “Autoersatz” etabliert. Wenn immer möglich wird geflogen. Da ich inzwischen auch weitergehende Lizenzen erworben habe, bin ich relativ Wetterunabhängig geworden und komme so auf 100-150 Flugstunden pro Jahr